Hlavièka
 

Das Schloss von Sokolov

Das Schloss aus der Spätrenaissance entstand 1633 auf dem Grundriss einer alten Šlik-Festung, welche schwere Schäden während des Dreißigjährigen Kriegs erlitt. Aus der Zeit des Wiederaufbaus stammt auch, im Inneren des Hofes, der Springbrunnen mit dem Wappen von J.H. Nostic und seiner zweiten Ehefrau Marie Eleanor Popel von Lobkovice. Ursprünglich hatte das Schloss zwei Tore und Beobachtungskuppeln auf den Türmen. Sie wurde von einem Festungsgraben umfasst und von einem Park mit Statuen und Jagdwild, wie zum Beispiel Rehen und Hirschen, umgeben. Im 19. Jahrhundert wurde es weiter ausgestattet im Stile der Klassik und neueren Stilen. Seit 1960 beinhaltet das Schloss ein Museum (heutzutage ist es das Museum der Region Karlsbad), die Stadtbibliothek und eine Zeremoniehalle.

 

Die Pfarrkirche von Sankt Jacob dem Größen

Die Kirche besteht in Sokolov bereits seit dem Ende des 13. Jahrhunderts. Die alte Kirche, zerstört in 1632, wurde in einem Spätrenaissance-Stil zwischen 1632 und 1637 wiedererrichtet. Während der Zeit von Jan Hartvik Nostic wurde die Kirche zwischen 1671 und 1681 im Barock-Stil erneuert und im Jahr 1672 wurde die damalige Dekanskirche zur Erzdekanskirche erhoben. Der Tempel an sich behielt seinen Frühbarock-Stil bei, und auch das Meiste seiner Innenausstattung stammt aus dem Barock. Erwähnenswert ist die wunderschöne Inschrift aus dem Jahr 1679. Der Hochaltar mit der Statue von St. Jacob dem Größn stammt aus dem Jahr 1756.

 

The Das historische Rathaus

Dieses zweistöckige Renaissance-Gebäude auf dem historischen Platz wurde um 1540 erbaut und nach einem Feuer um 1730 im Gothik-Stil in seiner heutigen Form wiedererrichtet. In der Fassade wurde das ursprüngliche Gothik-Renaissance-Portal beibehalten und mit Medallions in den Eckbögen versehrt. In den Kopf wurde ein fehlerhaftes Wappen (in welchem der Falke irrtümlicherweise auf einem stumpfen anstelle von einem dreizweigigen Ast sitzt) eingesetzt. Auf dem First des Daches stand einst ein kleiner Turm, welcher in 1794 jedoch von einem Blitz getroffen wurde und ein Feuer auslöste, dass sich nur Dank des schnellen Fällens des Turms nicht ausbreitete. Heutzutage beherbergt das Gebäude den Hauptsitz der Firma Sokolovska uhelna.

nach oben

 

Die Klosterkirche von Sankt Anton

Die Kirche formt eine Umschließung des südlichen Ende des Alten Platzes. Ihre Erbauung wurde von dem damaligen Domänenhalter und den Linzer Kapuzinern unternommen. Das Kloster wurde am 20. Oktober 1667 vom Bischof von Litomerice, Maximilian Rudolf von Slejnic, zeremoniell eingeweiht. Die Gebäude des Konvents sind um einen quadratischen Garten mit einem runden Brunnen angebracht. Das beherrschende Gebäude des Klosters ist die Kirche von Sankt Anton von Padua. Sie ist eine einschiffige Halle mit Kapellen an ihren Seiten, wobei der Grundriss der Kirche ein Kreuz darstellen soll. Außerdem besitzt die Kirche ein massives, drei eckiges Eingangsportal. Als eins der wenigen Klöster in der Umgebung überstand dieses die Schließung einer ganzen Reihe an Klöstern durch Kaiser Josef II und war bis 1950 immer noch von Mönchen bewohnt. Jedoch wurde es am 4. März 1950 vom staatlichen Sicherheitsdienst entweiht indem sie die aufgebahrten Körper toter Mönche mit Erde überschütteten und anschließend das Kloster dem Verteidigungsministerium überließen. Weitere Zerstörung geschah durch die tschechoslovakische Armee, und der vorrangeschreitete Kohle-Bergbau war der Grund für die Zerstörung des ursprünglichen Gartens des Klosters und der Kapelle von Sankt Anna, welche im Jahr 1782 errichtet wurde. Auch die Krypta des Klosters war in seinem Zustand über die Jahre hinweg vernachlässigt worden, bis eine aufwendige Restaurierung des Klosters und der Krypta in den 90er Jahren stattfand. Seit 2002 wird das Kloster auch als Konzerthalle genutzt.

nach oben

 

Die Kapelle der Heiligen Dreifaltigkeit

Die Kapelle, die 1719 erbaut wurde, steht vor dem Kloster und diente als die Friedhofskapelle. Der Erzdekan Karel Müller orderte einen Wiederaufbau der Kapelle im Barock-Stil zwischen den Jahren 1772 bis 1774 an und in 1772 dekorierte der Maler und Burggraf Horni Slavkov Elias Dollhopf die Kapelle mit barocken Fresken. Die Einrichtung wurd beim großen Stadtbrand im Jahr 1874 zerstört. Die Kapelle wurde ein letztes mal in der Mitte der 80er Jahre renoviert.



nach oben

 

Das ehemalige Denkmal für Opfer des Ersten Weltkriegs – Aussichtsturm „Hart“

Das Denkmal stand einst auf der Anhöhe des Hart, genau über dem Krankenhaus und nicht weit entfernt vom Friedhof der Stadt. In 1907 wurde an dieser Stelle ein 18 Meter hoher, hölzener Aussichtsturm erbaut. Der hölzerne Aussichtsturm wurde nach dem Ersten Weltkrieg abgerissen und an seiner Stelle wurde eine fünf Meter hohe Bronzestatue Jesu Christi, erstellt vom sokolover Künstler Tony Schonecker, installiert. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Statue eingeschmolzen und für militärische Zwecke wiederverwendet. Heutzutage ist der Aussichtsturm wiederauferbaut und ist nun Touristen zugänglich.


nach oben

 

Der Falkner-Springbrunnen

Der Springbrunnen wurde auf dem Alten Platz im Jahre 1777 installiert, ist vermutlich aber noch älter. Der Falkner mit seinem Hund vor seinen Füßen ist, nach einer alten Legende, der Gründer von Sokolov. Er war einst ein Bürger von Cheb, jene Stadt welche angeblich den Falkenplatz erschufen, aus welchem später Sokolov (einst Falkenau) entstand. Jedoch gibt es noch eine andere Legende die besagt, dass der Gründer der Stadt ein Ritter namens Sebastian war, der sich nach einem der Kreuzzüge hier niederließ. Der Brunnen erinnert einen jedoch auch an die Hopfenanbau-Tradition von Sokolov – Hopfenbündel sprießen um den Sockel des Brunnens herum.

nach oben

 

Die Mariensäule

Die Säule wurde von einem Steinmetz namens Vilem Felsener, aus Cheb stammend, im Jahr 1701 erschaffen. Sie steht in der mitte des Alten Platzes, auf einem quadratischem Sockel mit Statuen von Heiligen, die auf den Ecken des Sockels stehen. Auf dem Sockel selbst sind abwechselnd Reliefs mit beflügelten Engeln und Pflanzenmotive mit Granatäpfeln abgebildet.



nach oben

 

Die Barockstatue von Sankt Johann von Nepomuk

Diese von einem unbekannten Künstler erschaffene Statue stand ursprünglich am ehemaligen Wassertor, nahe einer Brücke die über den Fluss Ohøe (dt.: Eger). Seit kurzem steht sie in der Straße von J.K.Tyl, die sich auch nahe der hölzernen Brücke befindet. Die Gravierung wurde vom Professor für Theologie, Philosophie und Freie Künste Jan Krystof Kun in Auftrag gegeben. Der Fuß der Statue trägt eine lateinische Inschrift aus dem Jahre 1828 und lautet übersetzt „Niemand traute dem Herrn und wurde vernichtet“. Eine Darstellung eines ruhenden Sankt Johannes von Nepomuk ist in den unteren Teil des Sockels eingelassen.


nach oben

 

Das Haus der Bergbau-Gilde

Das heutzutage Städtische Kulturhaus wurde in den Jahren 1923 und 1924 nach einem Entwurf vom Architekten Rudolf Wels erbaut. In die Fassade des Gebäudes ist ein Relief aus dem Jahre 1923 eingelassen, welches „Ein Tag im Leben eines Bergmanns“ heißt und vom Bildhauer Wilhelm Srba-Schossbauer aus Karlsbad erschaffen wurde.




nach oben

 

Andere wichtige Monumente von Sokolov

• Die evangelische Kirche des Sankt Thomas
• Die Stadtmauer
• Der Jubiläumsbrunnen auf dem Alten Platz
• Die Skulpturengruppe von Sankt Johannes von Nepomuk mit Engeln
• Die Gedenktafel für die Streitkräfte der Vereinigten Staaten
• Das Denkmal für die Sowjetischen Kriegsgefangenen

nach oben